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| | Aktuelles
| | | | Nächstes Treffen: Dienstag, 15. Mai um 19:00 Uhr in der Nord-Süd-Bibliothek (über dem Weltladen bei der Triumphpforte)
Präsentation der antifaschistischen Broschüre "gemeinsam gegen rechts"
Freitag, 4. Mai 2012, 20 Uhr
Café DeCentral, Hallerstraße 1 (Mühlauer Brücke), Innsbruck
"Rassismus und Rechtsextremismus kommen aus der Mitte der Gesellschaft und sind keine Randphänomene. Der ideologische Nährboden für Gewalt an Menschen, die meistens einer sozialen Minderheit angehören (Ausländer_innen, Migrant_innen, Flüchtlinge, Juden und Jüdinnen, Muslime und Muslimas, Schwule und Lesben, Roma und Sinti, Erwerbs-/Arbeitslose) wird jeden Tag über Medien, Politiker_innensprache und Alltagskultur aufbereitet.
Dass diese Vorurteile jedoch nicht zutreffen und nur dazu dienen, bestehende Ungleichheiten zwischen Menschen aufrechtzuerhalten, wird aber selten zum Thema gemacht. Wie kann es sonst sein, dass Migrant_innen und "Einheimische", die dieselben schlecht bezahlten Arbeiten erledigen (müssen) gegeneinander ausgespielt werden und sich nicht gemeinsam gegen ungerechte Löhne, rassistische Gesetze oder Ungleichbehandlung zur Wehr setzen?
In einer Zeit, in der wieder einmal Flüchtlingsheime, Moscheen, Kultur- und Vereinslokale durch Rechtsextremist_innen beschädigt oder in Brand gesetzt und Menschen wegen ihrer Herkunft, politischen Überzeugung oder sexuellen Orientierung gejagt, verletzt oder sogar ermordet werden, sehen wir einen dringenden und drängenden Handlungsbedarf.
Wir möchten die Leser_innen mit dieser Broschüre ermuntern, hinzusehen statt wegzuschauen und aktiv zu werden gegen Rassismus und Rechtsextremismus."
(aus dem Vorwort der Broschüre "gemeinsam gegen rechts")
Nach mehr als eineinhalb-jähriger Arbeit präsentieren wir die antifaschistische Informationsbroschüre "gemeinsam gegen rechts" zum Thema Rechtsextremismus und rechtsextreme Symbole im öffentlichen Raum. Mit der finanziellen Unterstützung mehrerer Organisationen ist es uns gelungen, die 40-seitige Broschüre zu erstellen und in einer Auflage von 2.000 Stück drucken zu lassen.
An diesem Abend wollen wir sie euch vorstellen und mit dem "Unter-die-Menschen-bringen" beginnen.
Die Broschüre kann beim ZeMiT - Zentrum für Migrant_innen in Tirol unter office@zemit.at oder hier runtergeladen werden.
Gemeinsam gegen Faschismus, Rassismus und Sexismus!
Vorläufiges Programm
20:00 UHR: Begrüßung
20:15 UHR: Filmdokumentation zu Rechtsextremismus in Österreich (ca. 30 min)
20:45 UHR: Vorstellung der Broschüre "gemeinsam gegen rechts"
21:15 UHR: Offene Diskussion zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus in Tirol
anschließend weiterdiskutieren, essen & trinken, verweilen etc.
Wir freuen uns auf Dein/euer Kommen!
Die Veranstalter_innen,
Das Herausgeber_innen-Kollektiv in Kooperation mit Plattform Bleiberecht
Stimmen gegen Rassismus und politische Hetze!
 

Fotos: Plattform Bleiberecht
Der Wahlk(r)ampf in Innsbruck zu den Gemeinderats- und Bürgermeister_innenwahlen nähert sich dem Ende. Am Donnerstag, 12. April bestritten mehrere Parteien ihr Wahlkampffinale. Auch die "Diebepartei "FPÖ. Aus Mangel an KompePENZ kam der gelernte Zahntechniker Heinz-Christian Strache aus Wien/Viyana/Bec angereist, um im Innsbrucker Stadtteil Olympisches Dorf (O-Dorf) zu reden. Freilich lässt sich auch bei ihm über soziale und politische Kompetenz streiten.
Eine relativ kleine Gruppe von FP-Sympathisant_innen versammelte sich auf dem großräumig abgesperrten Platz im Zentrum des O-Dorfs. Viel graues, schütteres Haar sowie ein paar kahlrasierte Köpfe waren dort zu sehen. Die Polizei hatte die Kundgebung als "Hochsicherheitsrisiko" eingestuft: Platzverbote rund um den ganzen Platz, Video- und Audioüberwachung. Selbst die Bewohner_innen des angrenzenden Hochhauses mussten sich von den unfreundlichen Security-Menschen fragen lassen, wohin sie wollen. Erst dann wurden sie durchgelassen.
Rund 200 Menschen waren sich - vor den Absperrgittern - einig, dass das einzige Sicherheitsrisiko dieses Abends die Anwesenheit der FPÖ war. Mit mehrsprachigen Tafeln auf denen "Meine Stimme gegen Rassismus! Benim oyum ırkçılığa karşı! Moj glas protiv razisma! Ma voix contre le racisme! My voice against racism!" und "Gleiche Rechte für alle Menschen & Solidarität!" stand, machten dann auch viele Bewohner_innen des O-Dorfs und ganz Innsbrucks ihre Position klar: Kein Fuß breit den rassistischen und faschistischen Argumenten!
Die Polizei, die sich anfänglich nervös zurückhaltend verhielt, nach dem Ende der FP-Kundgebung aber ihre "Stärke" zeigen musste und einige Jugendliche vorübergehend festnahm, wurde mit Rufen wie "Tiroler Polizisten schützen die Faschisten!" bedacht.
Nicht alle wahlwerbenden Parteien im Innsbrucker Gemeinderatswahlkampf haben eine Zusammenarbeit mit der FPÖ ausgeschlossen. Mit dem grinsenden Rudi Federspiel, der in der FP seine politische Karriere startete und der Stadt-ÖVP unter Christoph Platzgummer gibt es zwei Parteien, die genauso rassistische Positionen vertreten und schon einmal gemeinsam mit der FPÖ eine "Internierung von straffällig gewordenen Asylwerber_innen bis zu ihrer Abschiebung" im Innsbrucker Gemeinderat beantragt haben.
Ausgewählte Medienberichte:
http://derstandard.at/1334132468220/Gegenwind-fuer-Strache-und-Penz-bei-Wahlkampffinale
http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/4625805-6/anti-fp%C3%B6-tiraden-bei-wahlkampffinale-mit-strache.csp
http://tvthek.orf.at/programs/70023-Tirol-heute (bis Donnerstag, 19. April abrufbar!)
Gegen rassistische Unterdrückung und jede Form der Diskriminierung!
Für die globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte aller Menschen!
Nächster Plattform-Bleiberecht-Abend
Der nächste Plattform-Bleiberecht-Abend im DeCentral (Haller Straße 1, Innsbruck) findet erst wieder am 4. Mai statt.
Der Abend im April entfällt wegen der Osterferien!
Das Programm für den 4. Mai folgt noch.
 
Fotos: ATIGF, Plattform Bleiberecht
Demonstration in Innsbruck gegen die Einstellung der Ermittlungen im Sivas-Massaker
Am letzten Freitag, 16. März 2012 gingen in Innsbruck über 1.000 Menschen auf die Straße, um gegen die höchst umstrittenene Einstellung der Verfahren gegen die Täter_innen des Sivas-Massakers zu protestieren. Das türkische Höchstgericht in Ankara beschloss letzte Woche am 13. März, den Prozess gegen die Mörder_innen von 35 Menschen einzustellen.
"Menschenrechtsverletzungen verjähren nicht! Wir fordern Rechenschaft!" war auf den zahlreichen Transparenten zu lesen. Aufgerufen zu einer der größten Demonstrationen in Innsbruck der letzten Jahre hatten mehrere migrantische Organisationen, darunter ATIGF, DIDF, ADHF, Pir Sultan Kulturzentrum, Kurdisches Volkshaus und Alevitische Vereine aus Imst, Jenbach und Kufstein sowie die Plattform Bleiberecht.
Während der gesamten Route wurde in deutscher und türkischer Sprache über das Sivas-Massaker informiert und die Forderung gestellt, dass die Verantwortlichen, die sich zum Teil im Umfeld der Regierungspartei AKP befinden, vor Gericht gestellt werden. Mit dem Ruf "Burda!" (Du bist hier!) nach der Verlesung jedes Opfernamens und einer Gedenkminute wurde am Landhausplatz die Demonstration beendet.
Hintergrund zum Sivas-Massaker:
Am 2. Juli 1993 fand in der zentralanatolischen Stadt Sivas (Türkei) eine kulturelle Veranstaltung alevitischer Künstler_innen und Intellektuelle statt. Nach einer Dabei steckte ein aufgebrachter Mob das Hotel Madımak in Brand. Polizei und Einsatzkräfte sahen zu bzw. wurden von der Menge an den Löscharbeiten und der Rettung der Menschen im Hotel gehindert. (http://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschlag_von_Sivas)

Foto: Plattform Bleiberecht
Demonstration zum Migrant_innenstreik in Innsbruck: Ohne uns geht nix!

Foto: ATIGF, Plattform Bleiberecht
Am 1. März 2012 fand zum ersten Mal in Innsbruck eine Demonstration anlässlich des Tages des Transnationalen Migrant_innenstreiks statt.
Migrant_innen und solidarische Mitkämpfer_innen für die gleichen Rechte aller Menschen kamen um 18 Uhr am Wiltener Platzl zusammen, um den rassistischen Alltag und diskriminierende Strukturen zu bestreiken. Anschließend zogen rund 150 Menschen in Richtung Maria-Theresien-Straße, wo an der Annasäule die erste Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Vor dem Goldenen Dachl in der Altstadt endete die Demo um 20 Uhr.
Die Redebeiträge und migrantischen Stimmen waren zum einen sehr persönlich und bewegend, zum anderen selbstbewusst und kämpferisch:
"Wir wollen keine besseren Ausländer_innengesetze. Wir wollen Anerkennung und die gleichen Rechte!" lautete dabei eine Forderung.
Mit dem Leitspruch der Demonstration "Migrant_innenstreik: Ohne uns geht nix" machten die Teilnehmer_innen auch deutlich, dass ohne migrantische Arbeitskraft der Alltag nicht mehr funktionieren würde. Arbeitsniederlegungen und Streiks könnten damit auch eine erfolgreiche Strategie sein, rassistische Strukturen aufzubrechen und die Spaltung der Arbeiter_innenschaft und Bevölkerung in "einheimisch" und "migrantisch" zu überwinden. Mit diesem Schritt könnte es auch ein stärkeres Auftreten gegenüber den vielfältigen Formen kapitalistischer
Ausbeutung geben, von denen alle Menschen betroffen sind.
Am 1. März 2012 war es aber in Innsbruck noch nicht so weit, dass Migrant_innen in Betrieben und ihren eigenen Klein- und Kleinstunternehmen die Arbeit niederlegten und damit ihre "Macht" demonstrierten und ihre Stimme erhoben. Gemeinsam mit den Aktivist_innen in Wien und Linz konnten wir aber heuer zum 1. März das erste Mal bundesweit mobilisieren und auf die Straße gehen. Außerdem unterstützte der Landesvorstand des ÖGB Tirol im Vorfeld formal den Tag des Transnationalen Migrant_innenstreiks.
Auch in anderen Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien gingen Migrant_innen für ihre Rechte und gegen Rassismus & Sexismus auf die Straße.
Wenn auch in Innsbruck mit der Demonstration erstmals kleine Anfangsschritte gemacht wurden, so hat der Transnationale Migrant_innenstreik am 1. März das Potenzial, in Zukunft zu einem Fixpunkt des politischen Kalenderjahres werden.
Für die globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte aller Menschen!
Gegen rassistische Unterdrückung und jede Form der Diskriminierung!
Gegen kapitalistische Ausbeutung und Sexismus, von dem Migrant_innen besonders betroffen sind!
http://www.plattform-bleiberecht.at/
Audiobeitrag zur Demo in Innsbruck auf Freirad: http://cba.fro.at/55988
Weitere Berichte zum 1. März unter: http://no-racism.net/article/4035 und http://1maerz-streik.net/
Transnationaler Migrant_innenstreik in Innsbruck
Am 1. März, dem Tag des Transnationalen Migrant_innenstreiks findet auch in Innsbruck erstmals eine Demonstration statt:
Donnerstag, 1. März 2012, 18 Uhr
Wiltener Platzl, Innsbruck
Nach der Demonstration ab 20 Uhr Aufwärmen, Essen, Trinken und After-Strike-Party im Café Decentral, Haller Straße 1.
Auch in Wien und Linz sind größere Aktionen geplant: http://www.1maerz-streik.net/
Der ÖGB Tirol unterstützt nach einem einstimmigen Beschluss ebenfalls den Transnationalen Migrant_innenstreik für gleiche Rechte, Inklusion und Anerkennung von Migrantinnen und Migranten in Österreich.
Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass auf der Demonstration keine Werbung von wahlwerbenden politischen Parteien sowie keine nationalistischen Symbole erwünscht sind!
Eine Initiative von ATIGF - Avusturya Türkiyeli Isçi Gençlik Federasyonu (Föderation der Arbeiter_innen und Jugendliche aus der Türkei in Österreich) und Plattform Bleiberecht

Der 1. März ist zu einem symbolhaften Tag für den Transnationalen Migrant_innenstreik geworden. Dieser Tag vereinigt alle Migrant_innen und gibt uns eine gemeinsame Stimme, um gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausschließung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens zu sprechen - eine gemeinsame Stimme, die unsere Forderungen lauter, stärker und nachdrücklicher machen wird!
Streikbewegungen von Migrant_innen haben eine lange Geschichte. Die transnationalen Proteste am 1. März wurden 2006 in den USA initiiert und haben Migrant_innen in anderen Ländern ermutigt, sich zu organisieren und an diesem Tag aktiv zu werden. Nach einer innerbetrieblichen Aktion im letzten Jahr findet dazu erstmals am 1. März 2012 in Innsbruck eine Demonstration statt.
• Für globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte!
• Gegen rassistische Unterdrückung und jede Form der Diskriminierung!
• Gegen kapitalistische Ausbeutung und gegen Sexismus, von dem Migrantinnen besonders betroffen sind!
Den mehrsprachigen Flyer gibts hier zum Download.
Die Plattform Bleiberecht unterstützt das folgende Projekt des Innsbrucker freien Radios "FREIRAD".
FRONTEX WATCH
Von 1988 bis 1. August 2011 starben, nach Zählungen verschiedener NGOs wie etwa United against Racism, fast 18.000 Menschen an den europäischen Außengrenzen beim Versuch nach Europa zu gelangen. Die Dunkelziffer liegt bei Weitem höher. Seit 2004 ist die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen - FRONTEX, für die Koordination der Sicherung der Außengrenzen zuständig. Sie wird laufend aufgerüstet und die Grenzen nach Europa werden dichter und dichter.
Das Innsbrucker freie Radio "FREIRAD" berichtet ab 6. Februar bis Ende November 2012 im Rahmen des Projekts "FRONTEX WATCH" fünf Minuten über die europäischen Außengrenzen. Jeweils Montag-Freitag um 12 Uhr mittags. Dabei soll nicht nur das Sterben an den EU Außengrenzen öffentlich gemacht, sondern auch Hintergrundinformationen über die Festung Europa geliefert und vor allem dazu beigetragen werden, dass der Widerstand gegen dieses Unrecht steigt und Möglichkeiten aufgezeigt werden sich dagegen zu engagieren.
Weitere Infos dazu auf der Homepage von FREIRAD.
Die Plattform Bleiberecht unterstützt den Bleiberechtskampf der Familie Avdyli und ihre solidarischen Unterstützer_innen in Attnang-Puchheim:
Am Montag, dem 6. Februar 2012, um 18.00 Uhr führen das Mauthausen Komitee Vöcklabruck und das Armutsnetzwerk Vöcklabruck-Gmunden auf dem Rathausplatz in Attnang-Puchheim eine Solidaritätskundgebung für die Familie Avdyli durch. Diese Familie ist sehr gut integriert, aber trotzdem akut von Abschiebung bedroht.
4. Plattform Bleiberecht Abend im Cafe DeCentral
Am ersten Freitag jedes Monats findet der Plattform Bleiberecht-Abend im Cafe DeCentral (Haller Straße 1, Innsbruck) statt.
Wann: Freitag, 3. Februar 2012
Wo: im Cafe DeCentral, Haller Straße 1, Innsbruck
ab 19:30 Uhr Volxküche
ab 20:30 Film: Neukölln unlimited
Infos zum Film:
Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona leben seit frühester Kindheit im Berliner Bezirk Neukölln.
Als talentierte Tänzer und Musiker sind die Akkouch-Geschwister in der Streetdance- und Hiphop-Szene
auch über die Grenzen Berlins hinaus ein Begriff. Aber sie haben ein Problem: Ihre Familie lebt seit fast
18 Jahren ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland und ist permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht.
Lial und Hassan, die als einzige Familienmitglieder einen befristeten Aufenthaltstitel bekommen haben, schmieden den Plan,
mit ihrer Kunst den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, damit diese legal im Land bleiben darf. Doch der Druck dieser
doppelten Belastung der Teenager fordert seinen Tribut: Das Geschwisterverhältnis zwischen Lial und Hassan spannt sich
immer mehr an, und bei Maradona häufen sich die Probleme.
(Quelle: http://www.film-zeit.de/Film/21157/NEUKoeLLN-UNLIMITED/Inhalt/)
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